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Madrid: Massendemonstration für sichere Renten – Thema im Wahlkampf

Tausende Rentner zogen in Madrid von Atocha zur Gran Vía. Sie fordern, dass Renten an die Inflation gekoppelt bleiben. Bei der Parlamentswahl im November ist die Altersvorsorge ein zentrales Thema.

Symbolbild: Die Gran Vía in Madrid

Symbolbild · Foto: Carlos Delgado / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

In Madrid haben am Samstag Zehntausende Menschen für den Erhalt des staatlichen Rentensystems demonstriert. Die Angaben zur Teilnehmerzahl gehen weit auseinander: Die Madrider Stadtbehörden nannten der Nachrichtenagentur AFP rund 250.000 Demonstranten, Al Jazeera berichtete von etwa 25.000. Der Zug verlief friedlich vom Bahnhof Atocha bis zur Einkaufsstraße Gran Vía, auf Transparenten hieß es „Schützt und garantiert unsere Renten“.

Die Teilnehmer, die aus ganz Spanien angereist waren, fordern, dass die Renten weiter an die Inflation gekoppelt bleiben und die Rentenlücke zwischen Männern und Frauen geschlossen wird. „Sie drohen uns mit der Privatisierung der Renten“, sagte eine 68-jährige Teilnehmerin der Nachrichtenagentur AP. Die monatlichen Rentenausgaben Spaniens erreichten in diesem Jahr mit fast 14,5 Milliarden Euro einen Rekord; Alterung, niedrige Geburtenrate und ein sinkendes Verhältnis von Beschäftigten zu Rentnern belasten das System.

Die Renten sind ein zentrales Thema vor der vorgezogenen Parlamentswahl im kommenden Monat. Ministerpräsident Pedro Sánchez wirft der konservativen Volkspartei (PP) vor, die Inflationsanpassung schwächen zu wollen, und hält das System für finanzierbar. PP-Chef Alberto Núñez Feijóo versicherte dagegen am Montag, auch er werde die Renten im Fall eines Wahlsiegs weiter an die Inflation anpassen.

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