Niedrige Donau: Getreide aus dem Nordwesten soll per Bahn zu den Schwarzmeerhäfen
Premier Radew traf die Getreideproduzenten. Verkehrsminister Peew versichert, BDZ Cargo habe genug Kapazität. Zudem sollen alle Talsperren digital überwacht werden.

Symbolbild · Foto: HotMusicFan / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Bulgariens Regierung prüft, Exportgetreide aus dem Nordwesten des Landes mit Güterzügen der Staatsbahn BDZ zu den Schwarzmeerhäfen zu bringen. Darüber sprach Ministerpräsident Rumen Radew am Freitag im Ministerrat mit dem Nationalen Verband der Getreideproduzenten, wie BNT und bTV berichten. Wegen des niedrigen Wasserstands der Donau ist die Schifffahrt derzeit erschwert, die Landwirte müssen ihre Ernte per Lkw zu den Häfen fahren. Das treibt ihre Kosten und belastet die Straßen. Verkehrsminister Georgi Peew versicherte, BDZ Cargo verfüge über die nötige Kapazität für diese Transporte. Ob der Vorschlag bereits beschlossen ist, blieb offen.
„България прави всичко възможно да повиши сигурността на корабоплаването в Черно море“, sagte Radew (Bulgarien tut alles, um die Sicherheit der Schifffahrt im Schwarzen Meer zu erhöhen). Die Ernährungssicherheit sei für das Land von außerordentlicher Bedeutung. Agrarminister Plamen Abrowski kündigte an, im Haushalt für das kommende Jahr seien Mittel vorgesehen, um alle Talsperren zu digitalisieren und ihre Pegel in Echtzeit zu überwachen. Besprochen wurden zudem Gesetze zur Reform der Bodenverhältnisse, zur Bewässerung und zur Zusammenarbeit von Landwirten. Der Verband unterstützte, die Kohäsions- und Agrarmittel im EU-Haushaltsrahmen 2028–2034 zu erhalten.
