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AfD-Leak: Mails werfen neue Fragen zu Weidels Wissen über Schweizer Spenden auf

Interne E-Mails legen nahe, dass Alice Weidel 2017 früher von Spenden für ihren Wahlkampf wusste als bisher angegeben. Ihr Sprecher sieht keinen Grund, Aussagen zu korrigieren.

Alice Weidel (Archivbild)

Archivbild · Foto: Sandro Halank, Wikimedia Commons / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Geleakte E-Mails aus der AfD bringen Parteichefin Alice Weidel in der Affäre um illegale Spenden aus der Schweiz unter Druck. Nach Auswertungen von ZDF frontal, Spiegel und Standard gemeinsam mit dem Recherchenetzwerk OCCRP schrieb Weidel im Juli 2017, es seien ihr Spenden „avisiert“ worden, mit denen sie ihren Social-Media-Wahlkampf bestreiten müsse. Sie bat demnach um ein eigenes Unterkonto beim Kreisverband Bodenseekreis.

Kurz darauf gingen in mehreren Tranchen rund 132.000 Euro über zwei Zürcher Pharmafirmen ein, mit dem Verwendungszweck „Wahlkampfspende Alice Weidel Social Media“. Als eigentlicher Geldgeber gilt der Immobilienmilliardär Henning Conle. Die Spende wurde später als unzulässig eingestuft, die AfD musste knapp 400.000 Euro Strafe zahlen. Weidel hatte erklärt, erst im September 2017 von der Spende erfahren zu haben.

Ihr Sprecher erklärte, Weidel revidiere keine ihrer Aussagen zu dem Fall. Die Staatsanwaltschaft Konstanz hatte das Verfahren im September 2021 mangels ausreichender Beweise eingestellt. Ob die Mails rechtliche Folgen haben, ist offen; die AfD hat einen Hackerangriff bestätigt und Strafanzeige gestellt.

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