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VW-Krisengipfel in Hannover: IG Metall stellt Ultimatum bis Ende Oktober

Volkswagen hat zehn Tarifverträge für rund 130.000 Beschäftigte gekündigt. Die IG Metall verlangt die Rücknahme bis Monatsende – sonst droht ab Januar Streik.

Volkswagen, die IG Metall und der Betriebsrat kommen am Freitag in Hannover zu einem zweiten Überprüfungsgespräch zum Zukunftstarifvertrag von 2024 zusammen. Es handelt sich nicht um Verhandlungen: Geprüft wird, ob sich die Grundlagen der Vereinbarung geändert haben. Ende September hatte VW zehn Tarifverträge ganz oder teilweise zum 31. Dezember 2026 gekündigt, darunter Regeln zu Arbeitszeit und Urlaub. Betroffen sind rund 130.000 Beschäftigte der Volkswagen AG in Deutschland.

Die IG Metall gibt dem Konzern bis Ende Oktober Zeit, die Kündigungen zurückzunehmen, und droht andernfalls mit einem Arbeitskampf. „Wir suchen den Konflikt nicht, aber wir sind vorbereitet“, sagte Bezirksleiter Thorsten Gröger. Die Gewerkschaft fordert zudem 5 Prozent mehr Lohn. Personalvorstand Arne Meiswinkel erklärte dagegen: „Volkswagen hält sich an Verträge.“ Die Marktveränderungen seien „strukturell und tiefgreifend“.

Nach Berichten sieht der „Zukunftsplan 2030“ weltweit 50.000 weitere Stellenstreichungen vor, etwa die Hälfte davon in Deutschland. Die Zukunft der Werke Emden, Hannover und Zwickau ist über die frühen 2030er-Jahre hinaus offen. Formelle Verhandlungen müssen bis Anfang Dezember beginnen; am 31. Dezember endet die Friedenspflicht.

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