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Seltene Erden aus Abwasser: Rice-Team rüstet Nobelpreis-Material als Filter auf

Ein modifiziertes metallorganisches Gerüst holt Neodym, Gadolinium und Dysprosium aus Industrieabwasser – bei Neodym und Gadolinium mit mindestens doppelt so hoher Kapazität wie zuvor für dasselbe Material berichtet.

Symbolbild: Probe von Neodym(III)-oxid, einem Seltenerdoxid

Symbolbild · Foto: Leiem / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Forschende der Rice University in Houston haben ein metallorganisches Gerüst (MOF) so verändert, dass es Seltenerdmetalle aus Industrieabwasser binden kann. Für die Entwicklung solcher Gerüstmaterialien gab es 2025 den Chemie-Nobelpreis. Das Team um Qilin Li setzte das hochporöse Material MIL-101 ein und versah es mit dem Molekül PMIDA. Die Studie erschien in ACS Applied Materials & Interfaces, die Universität berichtete am 21. Oktober.

Bei der höchsten PMIDA-Beladung nahm das Material pro Gramm bis zu 160 Milligramm Neodym, 175 Milligramm Gadolinium und 195 Milligramm Dysprosium auf. Bei Neodym und Gadolinium ist das laut Rice mindestens doppelt so viel wie zuvor für dasselbe Gerüst unter ähnlichen Bedingungen berichtet. Selbst wenn Eisen in hundertfacher Konzentration vorlag, sank die Aufnahme in einem Test nur um etwa 0,3 Prozent.

Mit verdünnter Salzsäure ließen sich die meisten gebundenen Metalle wieder lösen, sodass das Material mehrfach verwendbar sein könnte. Seltene Erden stecken etwa in Magneten, Windrädern, Elektroautos und MRT-Geräten. „Seltene Erden sind für viele der Technologien, auf die wir uns verlassen, unverzichtbar“, sagt Li.

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