Viennale eröffnet: 261 Filme in Wien – mit Bulgariens Oscar-Beitrag im Programm
Das Wiener Filmfestival läuft bis 3. November. Gezeigt wird auch Valeska Grisebachs in Bulgarien gedrehter Cannes-Preisträger „Das geträumte Abenteuer“.

Archivbild · Foto: Bernhard Holub / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
In Wien hat am 22. Oktober die 64. Viennale begonnen. Bis zum 3. November zeigt das Festival 261 Filme aus 71 Ländern – von preisgekrönten Festivalfilmen über Dokumentar- und Experimentalfilme bis zu Retrospektiven, darunter eine zu Robert Aldrich. Eröffnet wurde mit „Forever, Forever“ des Österreichers Johann Lurf: einem 21-minütigen Experimentalfilm über den Stausee Ottenstein im Waldviertel, gedreht über 22 Monate und im Gartenbaukino in 70 Millimeter projiziert.
Im Programm steht auch „Das geträumte Abenteuer“ von Valeska Grisebach, eine deutsch-französisch-bulgarisch-österreichische Koproduktion. Der vollständig in der Gegend von Swilengrad mit bulgarischen Laiendarstellern gedrehte Film wurde in Cannes mit dem Preis der Jury ausgezeichnet und ist Bulgariens Beitrag für den Oscar als bester internationaler Film.
Außerdem laufen unter anderem Cristian Mungius Gewinner der Goldenen Palme, „Fjord“, und Ulrike Ottingers „Die Blutgräfin“ mit Isabelle Huppert. Den Abschluss bildet „The Loneliest Man in Town“ von Tizza Covi und Rainer Frimmel über den Wiener Bluesmusiker Al Cook. Der Anteil von Regisseurinnen liegt bei 33 Prozent – nach Angaben der Bulgarischen Nachrichtenagentur BTA bezeichnet das Festival selbst diesen Wert als unzureichend.
