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SK hynix stoppt US-Börsengang der Speichertochter Solidigm

Der Speicherriese legt die Pläne für eine Notierung seiner SSD-Tochter in den USA auf Eis. Offiziell wegen der Marktlage – doch Seouls Finanzaufsicht hatte zuvor Bedenken angemeldet.

Arbeitsspeicher-Modul von SK hynix (Symbolbild)

Symbolbild · Foto: ITEagle Europe - Sebastiaan Broekhoven / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Der südkoreanische Chiphersteller SK hynix hat am Freitag die Prüfung eines Börsengangs seiner US-Tochter Solidigm gestoppt. Auch eine vorgeschaltete Finanzierungsrunde mit Investoren ist vom Tisch. Solidigm mit Sitz in Kalifornien stellt NAND-Flash-Speicher und SSDs her und entstand 2021, als SK hynix das entsprechende Geschäft von Intel übernahm. Medienberichten zufolge war im August eine Bewertung von bis zu 150 Milliarden Dollar im Gespräch.

Offiziell begründet SK hynix den Schritt mit der unruhigen Lage an den Kapitalmärkten und den jüngsten Kursverlusten bei Chipaktien. Man halte am Wachstum von Solidigm fest; die verschärften Regeln seien nicht der direkte Grund. Zuvor hatten jedoch die Chefs der Finanzaufsicht FSS und der Finanzkommission FSC erklärt, ein Börsengang in den USA falle unter die Regeln gegen Doppelnotierungen, die Minderheitsaktionäre vor einer Verwässerung schützen sollen. Laut Korea Times könnten die Warnungen der Regierung laut einem Brancheninsider schwerer gewogen haben.

Die Absage fällt in eine schwache Phase für Chipwerte: Nach einem Einbruch des Philadelphia-Halbleiterindex um 6,7 Prozent am Donnerstag eröffnete die Börse in Seoul mit einem Minus von mehr als zwei Prozent, die Aktien von Samsung und SK hynix gaben nach. Neue Fabriken in den USA könnten laut Korea Times nun aus eigenen Mitteln oder gemeinsam mit externen Partnern finanziert werden. Einen späteren Börsengang schließt SK hynix nicht aus.

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