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„Nationaltrainer oder Fußballexperte?“ Kahn wundert sich über Klopps Bayern-Analyse

Klopp hatte bei DAZN gesagt, er habe nicht verstanden, was Bayern gegen den Ball mache. Kahn mahnt Kollegialität an, Kompany schweigt, Söder lobt dessen Zurückhaltung.

Archivbild: Oliver Kahn (2018)

Archivbild · Foto: Olaf Kosinsky / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 de (zugeschnitten und skaliert)

Die Aussagen von Bundestrainer Jürgen Klopp über das Defensivverhalten des FC Bayern sorgen weiter für Diskussionen. In der Halbzeitpause des Champions-League-Spiels der Münchner gegen Arsenal (2:2) am Mittwoch hatte Klopp bei DAZN gesagt: „Ich habe bis heute nicht abschließend verstanden, was Bayern gegen den Ball macht.“ Zur Rolle von Harry Kane meinte er: „Das finde ich mit Ball in Ordnung, aber gegen den Ball?“ Zugleich betonte er: „Ich bin nicht der Papst des Fußballs, alle dürfen machen, was sie wollen.“

Der frühere Nationaltorhüter und Bayern-Vorstandschef Oliver Kahn zeigte sich in der Sendung „Triple – der Hagedorn Fußballtalk“ verwundert: „Ich habe erst nachdenken müssen, ob er Nationaltrainer ist oder immer noch Fußballexperte.“ Es gehe „auch ein bisschen um Kollegialität unter den Trainern“, sagte Kahn laut dpa und SPORT1. „Mich haben die Worte überrascht, weil man das von einem Bundestrainer normalerweise nicht kennt.“

Bayern-Trainer Vincent Kompany wollte die Äußerungen nach dem Spiel nicht kommentieren: „Da sage ich nichts zu. Nächste Frage.“ Bayerns Ministerpräsident Markus Söder bezeichnete diese Zurückhaltung laut Abendzeitung als „perfekte“ Reaktion; Klopps Worte seien nicht so schlimm, Bundestrainer und Bayern sollten aber gut miteinander auskommen.

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