Philipp Poisel – „Gute Zeiten“ im Test: Gepflegter Indie-Pop in der Komfortzone
Das fünfte Studioalbum des Liedermachers ist heute erschienen. Der Musikexpress hört gepflegten Indie-Pop, aber immer dieselbe Melancholie. Im Frühjahr 2027 geht Poisel auf Tour.
Foto: Martin Schumann / Wikipedia / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Video zur Single: YouTube · Philipp Poisel · youtube.com
Single: Schön
Philipp Poisel hat heute sein fünftes Studioalbum „Gute Zeiten“ bei Grönland veröffentlicht. Die zwölf Songs entstanden laut Label zu großen Teilen auf Sizilien, gemeinsam mit den Produzenten Tobias Kuhn und Philipp Steinke; in Hamburg arbeitete Poisel zudem mit Fayzen. Im Mittelpunkt stehen nach Labelangaben Hoffnung, Zusammenhalt und Empathie.
Musikexpress-Kritiker Thomas Winkler hört „gepflegten Indie-Pop, der niemanden aus der Komfortzone drängelt“. Die Disco-Ausflüge seit „Mein Amerika“ (2017) seien vorbei. Hervor hebt er den Opener „Schön“, der auf Echts „Alles wird sich ändern“ anspielt, und „Weltzeituhr“, in dem der Gesang kurz Richtung Rap kippt. Beständig besinge Poisel aber seine Phantomschmerzen und die Unfähigkeit, ins Handeln zu kommen; die Wut, mit der er im Song „Party“ mit seinen „Dämonen“ tanzen will, nehme man ihm nicht ab.
Live ist Poisel im Frühjahr 2027 auf „Gute Zeiten“-Tour: Sie beginnt am 20. April in Luxemburg und endet am 10. Mai im Münchner Circus Krone, insgesamt spielt er 13 Konzerte in Deutschland, dazu je eines in Zürich und Wien. Das Video zeigt „Schön“ auf dem offiziellen YouTube-Kanal Philipp Poisel.
