Wolves in the Throne Room – „Estuary“ im Test: Black Metal aus ferner Zukunft
Das neue Album der US-Band spielt tausend Jahre nach dem Ende der Zivilisation. Metal Hammer vergibt 5,5 von 7 Punkten für sorgsam gebauten atmosphärischen Black Metal.
Foto: Kingofcupsqueenofswords / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Video zur Single: YouTube · Wolves in the Throne Room · youtube.com
Single: Ghosts Among the Obelisks
Die US-Black-Metal-Band Wolves in the Throne Room hat heute „Estuary“ veröffentlicht – in Nordamerika über Relapse Records, laut Metal Hammer über Century Media. Die sechs Songs erzählen eine postapokalyptische Geschichte: „Our new LP 'Estuary' is set 1000 years in the future after the end of civilization“, sagte Nathan Weaver bei der Ankündigung. Wenn die Wildnis die Städte zurückerobere, wären die Flussmündungen „realms of power and magic“. Produziert hat die Band selbst.
Metal-Hammer-Kritiker Martin Wickler vergibt 5,5 von 7 Punkten. Tranceartige, elegische Passagen wechseln mit langen Blastbeat-Strecken, darunter liegen sphärische, teils industriell anmutende Klangflächen; manche Stellen sind auf trockene Gitarre und Schlagzeug reduziert. Die meist knapp zehn Minuten langen Stücke sind kürzer als auf frühen Alben, wirken aber straffer: „Die Spannungsbögen sind somit entspannt, aber effektiv angelegt.“ Sein Fazit: „Wer sorgsam ausgearbeiteten, atmosphärischen Black Metal sucht, wird hier definitiv fündig.“
Das Video ist das offizielle Musikvideo zu „Ghosts Among the Obelisks“ auf dem YouTube-Kanal der Band.
