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„Dammbruch“: Hausärzte warnen vor Kassen-Zugriff auf elektronische Patientenakte

Ein Gesetzentwurf soll Krankenkassen erlauben, mit Einwilligung Daten aus der ePA auszuwerten – etwa um Krebs- oder Pflegerisiken zu erkennen. Der Hausärzteverband sieht das Vertrauen der Patienten in Gefahr.

Titelgrafik: Hausärzte und elektronische Patientenakte

Grafik: TERRA WORLD NEWS (eigene Darstellung nach den genannten Quellen)

Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband stemmt sich gegen Pläne, Krankenkassen Einblick in die elektronische Patientenakte (ePA) zu geben. „Das wäre ein Dammbruch und würde das Vertrauen der Menschen in die Digitalisierung des Gesundheitswesens weiter schwächen“, sagte der Co-Vorsitzende Markus Blumenthal-Beier dem „Spiegel“. Beim Vertrauen zwischen Arzt und Patient dürfe es keinen Verhandlungsspielraum geben.

Hintergrund ist das Gesetz für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen, das derzeit im Bundestag beraten wird. Danach sollen Kassen ePA-Daten verarbeiten dürfen, wenn Versicherte zustimmen – etwa um seltene Erkrankungen, Krebs, schwere Herz-Kreislauf-Leiden oder drohende Pflegebedürftigkeit zu erkennen und zu prüfen, ob eine Impfung nach STIKO-Empfehlung angezeigt ist.

Blumenthal-Beier bezweifelt, dass die nötigen Einwilligungen transparent eingeholt werden. Patientinnen und Patienten müssten klar über die Folgen ihrer Entscheidung aufgeklärt werden, forderte er.

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