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London Film Festival: Loznitsas Archivfilm „Imperium“ ist bester Film

Die Jury um Sam Pollard zeichnet beim 70. BFI London Film Festival Sergei Loznitsas Blick auf die Sowjetunion der frühen 1970er-Jahre aus.

Der Dokumentarfilm „Imperium“ von Sergei Loznitsa hat beim 70. BFI London Film Festival den Preis für den besten Film gewonnen. Das Festival hatte am 18. Oktober mit Jesse Eisenbergs „The Debut“ geendet, die Preisträger wurden am 19. Oktober bekannt gegeben. Der Film ist eine Koproduktion aus Deutschland, Italien, Frankreich und Litauen.

„Imperium“ besteht ausschließlich aus Archivaufnahmen, die italienische Dokumentarfilmer Anfang der 1970er-Jahre in der Sowjetunion gedreht hatten. Loznitsa fand das Material laut Meduza in einem Archiv in Rom. Die Jury unter Vorsitz des US-Regisseurs Sam Pollard würdigte den Film als außergewöhnliches Werk, das die Sowjetunion der frühen 1970er-Jahre anhand eines reichen Archivs erkunde.

Den Sutherland Award für das beste Debüt erhielt „9 Temples to Heaven“ von Sompot Chidgasornpongse, der Grierson Award für den besten Dokumentarfilm ging an „Concrete Land“ von Asmahan Bkerat. Bester Kurzfilm wurde „Aman“ von Rahul Roye. Die Publikumspreise werden später vergeben.

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