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Schnellkredite: Regierungspartei will Kosten auf 20 Prozent im Monat deckeln

„Progressives Bulgarien“ plant strengere Regeln für Kleinkredite: Kostenobergrenze, Kontaktverbot für Inkassofirmen in der Nacht und ein Register für Menschen, die keine Kredite wollen.

Euro-Banknoten (Symbolbild)

Symbolbild · Foto: Avij (talk · contribs) / Wikimedia Commons, Public domain (zugeschnitten und skaliert)

Die Regierungspartei „Progressives Bulgarien“ will die Vergabe von Schnellkrediten strenger regeln. Nach ihren Änderungsvorschlägen zum Verbraucherkreditgesetz sollen bei Kleinkrediten bis zur Höhe von zwei Mindestlöhnen sämtliche Kosten – Zinsen und alle Gebühren – pro Monat höchstens 20 Prozent betragen dürfen. Der Vorsitzende des Haushaltsausschusses, Konstantin Prodanow, nannte ein Beispiel: Bei einem Kredit von 1000 Euro müssten Kunden heute nach Branchenanalysen binnen ein bis zwei Monaten teils 2000 Euro zurückzahlen, künftig wären höchstens 200 Euro Kosten erlaubt.

Inkassofirmen sollen Schuldner zwischen 20 und 8 Uhr nicht mehr kontaktieren dürfen. Geplant ist zudem ein Register, in das sich Menschen freiwillig eintragen können, die keine Kredite erhalten wollen; Kreditfirmen sollen außerdem Zugang zum Register spielsüchtiger Personen bekommen. Kredite an Minderjährige sollen ohne Erklärung eines Elternteils verboten werden.

Die Verbraucherschutzkommission und die Bulgarische Nationalbank sollen bei systematischen Verstößen enger zusammenarbeiten. Prodanow betonte, es gebe Nachfrage nach solchen Krediten. Nach dem Vorschlag sollen sie unter die Regeln für Kleinkredite fallen.

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