Barrot in Warna: Frankreich unterstützt Schwarzmeer-Sicherheitszentrum
Die Außenminister Petrowa und Barrot fordern in Warna ein Moratorium für Angriffe auf Handelsschiffe im Schwarzen Meer – und unterzeichnen einen neuen Fahrplan für die Partnerschaft.

Archivbild · Foto: Aurore Martignoni / European Union, 2024 / EC - Audiovisual Service / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot hat am Samstag Warna besucht und dort seine bulgarische Amtskollegin Welislawa Petrowa getroffen. Nach Angaben des bulgarischen Außenministeriums war es der erste Besuch eines französischen Außenministers in Bulgarien seit 20 Jahren. Beide besichtigten die Marinehochschule, an der der bulgarische Teil eines Schwarzmeer-Sicherheitszentrums entstehen soll.
Bulgarien und Rumänien bauen das Zentrum als Netz mit Standorten in Warna und Constanța auf. Schwerpunkte sind Lagebild auf See, Schutz kritischer Infrastruktur, Cybersicherheit und hybride Bedrohungen. Petrowa nannte das Zentrum Teil des europäischen Strategieansatzes für das Schwarze Meer. Barrot bezeichnete es als EU-Projekt und sicherte Frankreichs Unterstützung zu.
Nach den jüngsten Angriffen auf Handelsschiffe, auch in Bulgariens ausschließlicher Wirtschaftszone, sprachen sich beide für ein Moratorium solcher Angriffe aus. Russland blockiere derartige Initiativen, sagte Barrot. Im Palast Euxinograd unterzeichneten die Minister einen aktualisierten Fahrplan zur strategischen Partnerschaft von 2008.
