Wegen Afrika-Rennen: Hamilton (41) sieht sich „gezwungen“, länger zu fahren
Der Ferrari-Star will bis zum geplanten Grand Prix in Ruanda weitermachen. Für Austin dämpft er die Erwartungen: Red Bull sei auf den Geraden drei bis vier Zehntel schneller.

Archivbild · Foto: Eustace Bagge / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Lewis Hamilton denkt mit 41 Jahren nicht ans Aufhören. „Ich bin nun gezwungen, noch etwas länger zu bleiben“, sagte der siebenmalige Weltmeister laut dpa in der Pressekonferenz vor dem Großen Preis der USA in Austin – mit Blick auf das geplante Formel-1-Rennen in Ruanda. Die Strecke südlich der Hauptstadt Kigali soll laut dpa Anfang der 2030er-Jahre in den WM-Kalender kommen. Es wäre das erste Formel-1-Rennen in Afrika seit 1993 in Kyalami nördlich von Johannesburg. Im Januar 2030 wird Hamilton 45.
„Wenn ich in den nächsten Jahren weiterhin gute Ergebnisse erzielen kann, werden wir weitermachen“, sagte der Brite, der sich nach eigenen Worten seit vielen Jahren für einen Grand Prix in Afrika einsetzt. „Dieser Kontinent verdient einen Grand Prix.“ Menschenrechtler kritisieren laut dpa die Lage in Ruanda scharf, unter anderem wegen willkürlicher Inhaftierungen. Nach Ruanda zu reisen bedeute nicht, „dass man die Dinge, die dort geschehen, außer Acht lässt“, sagte Hamilton.
Sportlich erwartet der WM-Dritte (229 Punkte) in Texas wenig. Red Bull sei auf den Geraden „drei oder vier Zehntel schneller“, sagte er laut FIA-Protokoll (übersetzt). Ferrari bringe nur „ein sehr, sehr kleines Upgrade“ mit, das „weniger als eine Zehntel“ ausmache. Vorfreude hat Hamilton dagegen auf das übernächste Rennen in São Paulo: „Es könnte nicht früher kommen, dieser Grand Prix.“
