Bulgarien: Warenkorb der Ärmsten nur 1,9 Prozent teurer – Inflation insgesamt 5,6 %
Laut Statistikamt NSI stiegen die Preise des „kleinen Warenkorbs“ für die einkommensschwächsten Haushalte im September deutlich langsamer als die allgemeinen Verbraucherpreise. Verkehr und Bildung wurden teurer.

Symbolbild · Foto: Bdx / Wikimedia Commons, CC0 (zugeschnitten und skaliert)
Die Verbraucherpreise in Bulgarien lagen im September 2026 nach der Expressschätzung des Nationalen Statistikinstituts NSI (Stand: 1. Oktober 2026) um 5,6 Prozent über dem Vorjahresniveau – sowohl nach dem nationalen Verbraucherpreisindex (VPI) als auch nach dem EU-harmonisierten Index (HVPI). Gegenüber August sanken die Preise leicht: um 0,3 Prozent nach dem VPI und um 0,1 Prozent nach dem HVPI. Deutlich weniger stark verteuerte sich laut NSI der sogenannte kleine Warenkorb, der die Ausgaben der einkommensschwächsten 20 Prozent der Haushalte abbildet. Er war im Jahresvergleich nur 1,9 Prozent teurer, im Monatsvergleich stieg er um 0,2 Prozent.
Innerhalb dieses Warenkorbs legten Lebensmittel im September gegenüber dem Vormonat um 0,7 Prozent zu, Dienstleistungen um 0,1 Prozent. Andere Waren als Lebensmittel wurden dagegen um 0,7 Prozent billiger.
Beim allgemeinen Verbraucherpreisindex gingen im September vor allem die Preise für Freizeit, Sport und Kultur laut NSI im Monatsvergleich um 10,4 Prozent zurück, für Restaurants und Hotels um 1,1 Prozent und für Wohnungseinrichtung und Haushaltswaren um 0,5 Prozent. Teurer wurden dagegen Verkehr (plus 3,4 Prozent), Bildung (plus 3,2 Prozent) sowie Alkohol und Tabak (plus 1,1 Prozent). Die reguläre Inflationsmeldung für September will das NSI am 14. Oktober veröffentlichen.
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