Datenleck bei Capcom: Unbefugte sahen 11,7 Millionen Datensätze von Capcom-ID-Konten ein
E-Mail-Adressen und Login-Daten waren betroffen, Kreditkarten laut Capcom nicht. 196 Passwörter wurden unbefugt geändert. Capcom warnt vor Phishing-Mails.

Symbolbild · Foto: Tokumeigakarinoaoshima / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Der japanische Spielehersteller Capcom hat einen unbefugten Zugriff auf sein Online-Kontensystem Capcom ID bestätigt. Nach Angaben des Unternehmens wurden weltweit 11.774.247 Datensätze eingesehen – darunter E-Mail-Adressen, Zeitpunkt der Kontoerstellung und des letzten Logins, Zahl der Anmeldungen sowie die IP-Adresse des letzten Logins. Bei 43 Konten waren zusätzlich Geburtsdatum, Geschlecht, Land und Spitzname betroffen; 196 Konten wurden unbefugt neue Passwörter zugewiesen, sie sind inzwischen zurückgesetzt.
Kreditkartendaten und von Nutzern selbst gewählte Passwörter sind laut Capcom nicht betroffen, auch das Spielen von Capcom-Titeln sei nicht eingeschränkt. Das Unternehmen bemerkte verdächtige Aktivitäten am 19. Oktober, hat den Vorfall der Polizei der Präfektur Osaka und der japanischen Datenschutzkommission gemeldet und die Angriffsmethode nach eigenen Angaben identifiziert und unterbunden. Wann der Zugriff begann und wer dahintersteckt, ist noch unklar; die Untersuchung läuft.
Capcom entschuldigte sich und warnt, die Daten könnten für betrügerische E-Mails im Namen des Unternehmens missbraucht werden. Nutzer sollten keine Links oder Anhänge in verdächtigen Nachrichten öffnen. Wer sich nicht mehr anmelden kann, könnte zu den 196 zurückgesetzten Konten gehören und sollte sich an den Support wenden.
