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Taiwans Nationalfeiertag: Lai wollte Aufrüstung als Friedenssicherung verteidigen

Zum 115. Gründungstag der Republik China war eine Rede von Präsident Lai Ching-te in Taipeh angesetzt. Zuvor meldete Taiwan erneut chinesische Kampfjets und Kriegsschiffe nahe der Insel.

Taiwans Präsident Lai Ching-te (Archivbild)

Archivbild · Foto: 總統府 / Wikimedia Commons, CC BY 2.0 (zugeschnitten und skaliert)

Taiwan beging am Samstag den 115. Jahrestag der Gründung der Republik China. Traditionsgemäß war eine Ansprache von Präsident Lai Ching-te vor dem Präsidialamt in Taipeh angesetzt. Ein ranghoher Regierungsvertreter hatte vorab nach einem Bericht von Reuters angekündigt, Lai werde betonen, dass höhere Verteidigungsausgaben keine „Provokation“ seien. Sie spiegelten vielmehr den Wunsch wider, Frieden und Freiheit zu bewahren. Auf den Dialog zwischen den USA und China wolle Taiwan „mit Zuversicht und Entschlossenheit“ reagieren.

Laut der Nachrichtenagentur CNA sollte die Rede zudem die Wirtschaft in den Mittelpunkt stellen: Alle Bürger sollten vom derzeitigen Rekordwachstum profitieren. Lai wolle Taiwan außerdem als Hüter von Frieden und Stabilität in der Taiwanstraße und im Indopazifik sowie als demokratischen Partner der Weltgemeinschaft präsentieren, hieß es aus dem Präsidialamt.

Kurz vor dem Feiertag meldete Taiwans Verteidigungsministerium eine weitere „gemeinsame Kampfbereitschaftspatrouille“ Chinas mit 19 Flugzeugen, darunter J-16-Kampfjets, sowie Kriegsschiffen. Peking betrachtet die Insel als Teil seines Staatsgebiets und lehnt jeden Souveränitätsanspruch Taipehs ab. Der Nationalfeiertag erinnert an den Aufstand von 1911, der zum Ende der letzten chinesischen Kaiserdynastie führte.

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