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Rauch aus Indonesien: Malaysia schließt Schulen für rund zwei Millionen Kinder

Indonesien erlebt die schlimmste Brandsaison seit über einem Jahrzehnt. Der Rauch legt sich über Kuala Lumpur und Singapur – die Luft gilt dort als „sehr ungesund“.

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Foto: Renek78 / Wikimedia Commons, CC0 (zugeschnitten und skaliert)

Video: YouTube · Associated Press · youtube.com

Wegen dichten Rauchs aus Indonesien hat Malaysia am Freitag Schulen in Kuala Lumpur, im Regierungssitz Putrajaya und in sechs Bundesstaaten geschlossen. Betroffen sind nach Angaben von Al Jazeera rund zwei Millionen Schülerinnen und Schüler. Der staatliche Luftverschmutzungsindex lag in Kuala Lumpur bei etwa 170; Werte über 100 gelten als ungesund. Auch in Singapur sank die Luftqualität laut dem Messdienst IQAir in den Bereich „sehr ungesund“.

Premierminister Anwar Ibrahim nannte die Lage „besorgniserregend“. Er habe mit Indonesiens Präsident Prabowo Subianto telefoniert, der die „notwendigen Schritte“ zugesagt habe. Malaysia fordert ein Dringlichkeitstreffen der ASEAN-Umweltminister und verstärkt das Impfen von Wolken, um Regen auszulösen. König Sultan Ibrahim mahnte, Schulen ab einem Indexwert von 150 zu schließen.

In Indonesien brennen seit Wochen Wälder und Torfböden in sechs Provinzen, mindestens 200.000 Hektar sind betroffen. Es ist die schwerste Brandsaison seit mehr als zehn Jahren, Indonesien hatte bereits im August vor mehr Bränden durch das Wetterphänomen El Niño gewarnt. Das indonesische Gesundheitsministerium zählte bereits über 170.000 Atemwegsinfektionen. Die Veranstalter des Formel-1-Rennens in Singapur an diesem Wochenende halten am Rennen fest und sehen im Smog „keine Bedrohung“.

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