Mexiko: Erneut Tote im Gefängnis von Mazatlán – Sheinbaum kündigt mehr Sicherheit an
Einen Tag nach einer Revolte mit zehn Toten sind im Gefängnis El Castillo in Sinaloa zwei weitere Häftlinge bei einer Schlägerei ums Leben gekommen.

Archivbild · Foto: Christopher Javier Cuenca García / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Im Gefängnis El Castillo in der mexikanischen Küstenstadt Mazatlán sind am Freitag bei einer erneuten Auseinandersetzung zwei Häftlinge getötet worden. Das berichten nach Angaben der Rio Times die mexikanischen Zeitungen Reforma und El Financiero. Erst am Donnerstag waren bei einer Revolte während der Besuchszeit nach Angaben des Sicherheitssekretariats des Bundesstaats Sinaloa zehn Menschen ums Leben gekommen – neun Häftlinge und ein Familienangehöriger. 16 Gefangene wurden verletzt.
Armee, Nationalgarde, Marine und Landespolizei rückten in die Haftanstalt mit rund 1.800 Insassen ein. Das Sicherheitskabinett der Regierung erklärte, die Lage sei „unter Kontrolle“. Wie es zu den Todesfällen kam, ist bislang offiziell nicht geklärt; Berichte über Schusswaffen im Gefängnis wurden von den Behörden zunächst nicht bestätigt. Präsidentin Claudia Sheinbaum kündigte am Freitag an, die Sicherheit in den Gefängnissen Sinaloas zu verstärken.
Sinaloa wird seit September 2024 von einem Machtkampf zwischen zwei Fraktionen des Sinaloa-Kartells erschüttert. Bereits im Mai waren bei einer Revolte in einem Gefängnis der Landeshauptstadt Culiacán laut AP sieben Häftlinge getötet worden. Fachleute führen nach Angaben der AP die Gewalt in mexikanischen Haftanstalten unter anderem auf Überbelegung, lange Untersuchungshaft und Personalmangel zurück.
