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Kreml: Vorerst keine Ukraine-Gespräche – Selenskyj wirft USA Diesel-Geschenk an Putin vor

Nach einem Telefonat mit Trump sieht Moskau keine schnelle Rückkehr an den Verhandlungstisch. Zugleich lässt Washington russischen Diesel auf den Weltmarkt – Kiew spricht von einem „Nebelvorhang“.

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Foto: Kremlin.ru / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Video: YouTube · BBC News · youtube.com

Russlands Präsident Wladimir Putin hält eine sofortige Wiederaufnahme der Friedensgespräche mit der Ukraine für unwahrscheinlich. Das teilte Kreml-Berater Juri Uschakow nach einem anderthalbstündigen Telefonat Putins mit US-Präsident Donald Trump am Freitag mit. Als Grund nannte Moskau ukrainische Drohnenangriffe auf die Region Moskau während der Parlamentswahl im September. Kiew habe „die Möglichkeit einer sofortigen Wiederaufnahme des Verhandlungsprozesses unterbrochen“, sagte Uschakow. Man werde nun prüfen, wann Dreiergespräche mit den USA und der Ukraine fortgesetzt werden könnten.

Nach dem Gespräch kündigte Trump an, Russland werde sofort mehr als 300.000 Tonnen Diesel an die USA und den Weltmarkt liefern, im November weitere 500.000 Tonnen und danach eine Million Tonnen. Das US-Finanzministerium erteilte dafür eine befristete Ausnahmegenehmigung von den Sanktionen. Hintergrund sind die seit Beginn des Iran-Kriegs um rund 70 Prozent gestiegenen Dieselpreise in den USA, wo am 3. November Zwischenwahlen anstehen. Analysten bezweifeln eine nachhaltige Wirkung auf die Preise; Australiens Energieminister Chris Bowen erklärte, sein Land wolle keinen russischen Treibstoff.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj reagierte scharf. Die Entscheidung gebe Putin nur mehr Geld für den Krieg, „und genau in dem Moment, in dem wir über Frieden sprechen“, sagte er. Seine Verhandlungsdelegation, die zu zweitägigen Gesprächen mit US-Vertretern in Florida war, werde „einfach als Nebelvorhang benutzt“. Nach Selenskyjs Worten hat Kiew Washington vorgeschlagen, Angriffe auf russische Raffinerien einzustellen, wenn Russland im Gegenzug die ukrainische Energieinfrastruktur verschont.

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